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Gutshaus Steglitz

Gutshaus Steglitz

Das Gutshaus Steglitz befindet sich an einer großen Kreuzung mit Autobahnauffahrt am südwestlichen Ende der Schlossstraße (Berlin-Steglitz). Das Objekt wurde nach einem Entwurf von David Gilly als Herrenhaus für den späteren Justizminister von Friedrich Wilhelm II., Carl Friderich von Beyme errichtet und gegen 1804 bezugsfertig.

Aufgrund seines Bauherren und Besitzers bekam das Gutshaus Steglitz seinerzeit den Beinamen “Beyme-Schlösschen”. Beyme wurde dafür bekannt, dass er Land an seine Bauern verschenkte. Nach seinem Tod wurden das Haus und die Grundstücke verkauft und parzelliert, welche dann schrittweise bebaut wurden.

Das Gutshaus Steglitz wurde 1958 vom Land Berlin erworben und wird heute vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf verwaltet. Von 1992 – 1995 wurde das Gutshaus aufwendig denkmalgerecht wiederhergestellt. Hierbei wurden alle Umbauten zurück gebaut, sodass sich das Gutshaus heute wieder in seinem ursprünglichen Zustand befindet.

Gutshaus Steglitz: Mauerwerksvorbereitung

Die Firma Friedrich P. Schuster hat Putz-, Stuck- und Anstricharbeiten am Gutshaus Steglitz durchgeführt.

Die Mauerwerksvorbereitung wurde wie folgt durchgeführt: nach dem vorsichtigen Abschlagen des alten Putzes wurden die losen Fugen mit einem Fugeneisen ausgeräumt. Das Mauerwerk wurde von Staub und losem Mörtel, mittels Wasser und einer Bürste, befreit. Danach wurde das Mauerwerk mit einer Kalkmörtelmischung wieder neu verfugt und gefestigt.

Gutshaus Steglitz: Risssanierung

Nach dem leichten Öffnen der Risse wurden diese von Staub mittels Pinsel befreit und ausreichend vorgenässt. Anschließend erfolgte das Einbringen von feinem Mörtel mit einer Korngrößenverteilung von 0 bis 1 mm (Steinmehl und Quarzsand).

Als Bindemittel wurde Kalkhydrat mit Zusatz von Tylose verwendet. Nach dem Anziehen des Mörtels erfolgte das Einreiben bzw. die Oberflächenanpassung der Putzergänzung an die Oberflächenstruktur des Umgebungsputzes.

Gutshaus Stelgitz: Traufgesims

Die durch eingedrungenes Regenwasser verursachten Schäden am Traufgesims führten dazu, dass abgelöste, lose aufliegende Putzteile in erheblichem Maße abgenommen wurden (Restaurierung Frostsprengung am Traufgesims).

Nach dem Abnehmen wurde das Mauerwerk mit einem Stahl- sowie Haarbesen abgefegt und mit einem leichten Wasserstrahl vorgenässt. Die angrenzenden Schnittflächen wurden mit Kalk-Sinterwasser vorbehandelt. Anschließend erfolgte das Antragen von Mörtel und die Herstellung der Gesimsleeren mittels Hilfslattung.

Die durch ablaufendes Regenwasser und Schlagregen verursachten Schäden und Verschmutzungen der horizontalen und vertikalen Stege am Mäanderband sowie vereinzelte Haarrissbildung wurden restauriert (Witterungsschäden am Mäanderband).

Nach der Reinigung mittels weichen Bürsten und Wasser erfolgte die Restaurierung der Fehlstellen und Risse mit feinem Kalkmörtel.

Gutshaus Steglitz: Malerarbeiten

Der bereits durch Putz- und Stuckrestaurierung sowie Reinigung vorbereitete Untergrund war eine Fassadenfläche mit altem Kalkkaseinanstrich. Bei den Malerarbeiten wurden auch Graffitis an der Straßenseite mittels Wurzelbürste und einer Lösung aus Handwaschpaste und Wasser entfernt.

Als Anstrichsystem wurde eine Kalkaseinfarbe verwendet, wobei eine Kalkmilch aus holzgebranntem Grubenkalk erstellt wurde. Bei der Auswahl der Trockenfarben wurden ausschließlich kalkfeste Pigmente verwendet.

Die vollständige Dokumentation kann heruntergeladen werden (PDF - 2,3 MB).

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