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Portal am Bürgerpark

Das um 1860 errichtete große triumphbogenartige Portal in italianisierenden Formen bildet den Eingang zum Bürgerpark Pankow an der Wilhelm-Kuhr-Straße in 13187 Berlin. Das Gelände des heutigen Bürgerparks Pankows, das von der Wilhelm-Kuhr Straße und der Cottastraße begrenzt und der Panke durchflossen wird, wurde 1854 von Baron Killisch von Horn, dem Herausgeber des Berliner Börsenblattes erworben. Killisch von Horn ließ innerhalb eines Jahrzehntes durch Wilhelm Perring (1838-1907) einen Park nach italienischer Renaissance mit einem Herrenhaus und zahlreichen seltenen Gehölzen anlegen.

Bauplastisches Stuckrelief mit Eichenlaub und Lorbeerdraperien nach der Reinigung

Das Portal wurde vor der Restaurierung einer Heißwasser-Hochdruckreinigung zur Farb- und Schmutzentfernung unterzogen. Hierfür wurde eigens eine Folienwanne, zum Auffangen des Schmutzwassers, unter dem Portal eingerichtet. Die einzelnen Stuckelemente, Ornamente und Konsolen wurden mechanisch mit Spezialwerkzeugen gereinigt.

Es ist der komplette Altanstrich durch Hochdruckreinigung und mechanische Nacharbeit abgelöst und entfernt worden.

Oberer Kranz des Gesimses

Das Hauptgesims der oberen Attika ist bis zu 60% beschädigt und in der Südostecke starr durch Moos und Pflanzenbewuchs geprägt gewesen. Die obere Profilabwicklung bestand aus bis zu 30 Zentimeter Eisenbeton und enthielt starke Wasser- und Frostschäden. Dem Altbestand wurde vor dem Abschlagen des Gesimses die Profilabwicklung entnommen.

Der obere Kranz des Gesimses wurde vollständig umlaufend neu aufgemauert. Hierzu wurden etwa 250 Ziegel der Firma Wehrmann verwendet, die im historischen Handstrichverfahren hergestellt wurden.

Putzspiegel in Form von Diamantquader mit reich profilierten Kapitell

Die Putzspiegel der seitlichen Pfeilervorlagen der Süd- und Westseite links, wiesen nach den ersten Untersuchungen einen höheren Beschädigungsgrad auf. Hier war die Profiloberfläche durch Wasser beziehungsweise Frost geschädigt und sandete an vielen Stellen ab.

Des weiteren zeigten sich nach den Reinigungsarbeiten mehrere kleinere Fehlstellen und Ausbrüche sowie Risse und Abplatzungen. Einige der Diamantquaderputzflächen wurden partiell mit Gips oder Beton in vergangenen Restaurierungen überarbeitet.

Mittlerer Torbogen: Untersicht nach der dekorativen Gestaltung

Das Portal wurde nach dem Vorbild historischer Fotos neu gefasst. Auf den Grundanstrich wurde zunächst mit einem graurosa Farbton halbdeckend ein Grundmuster gelegt. Dann folgten vier weitere Teilflächen und Strukturlasuren.

Die verwendeten Farbtöne wurden teilweise auch noch untereinander gemischt. Durch Fugenstriche wurden größere Bauteile in einzelne Blöcke unterteilt. Dafür wurde der graurosa Farbton verwendet.


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